Wegweiser durch mein Zauberland...Sarah's kleine Welt ...komm und träum' mit mir...Wegweiser durch mein Zauberland...

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  05. Feb 2012 · 02:53:41

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Datum: 05.02.12
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Die Magie des Regenbogens 

 

Die Magie des Regenbogens...

 

hallo Wanderer in den rastlosen Gefilden der Zeit
Du siehst müde aus und in deinen Augen vermisse ich das Leuchten des Träumers.
Komm, setze dich ein wenig zu mir und lindere meine Einsamkeit. Für den Trost deiner Gegenwart schenke ich dir meinen ganz speziellen Traum, vielleicht können wir dann beide einen Augenblick lang die Wärme der Gemeinsamkeit teilen.
Du schaust versonnen in die Ferne und ich frage mich, was du dort siehst? Dass du nicht die Schönheit dieses Augenblicks mit mir hier teilst. Schau doch mal an den Himmel hoch! Wie kann es sein, dass du bislang diesen wunderschönen Regenbogen noch nicht gesehen hast und dein Herz sich noch nicht dran erfreute? Spürst du denn nicht den Zauber seiner Magie? Du schaust mich fragend an?
Schenke mir eine kleine Weile deiner Zeit und ich will dir etwas erzählen: 
Als ich noch ein Kind war, habe ich folgendes erlebt: 
In unserem Tal lebte einst ein junger Mann, einsam und alleine in einer Hütte, nah dem großen dunklen Wald. Wir alle fürchteten uns in den Wald zu gehen und es rankten viele schreckliche Geschichten um ihn. Von großen schwarzen Wölfen wurde berichtet, die dort hausen sollten und von seltsamen Irrlichtern, die des Nachts dort herumgeisterten! Freiwillig und alleine ging dort keiner von uns hin, nur Sheah war dort immer anzutreffen. Er sprach mit den Tieren des Waldes und pflegte und behütete sie sehr liebevoll. Viele sagten von ihm, er beherrsche die Sprache der Tiere. Ich weiß nicht, ob das wahr war, aber alle Tiere kamen voller Zutrauen immer wieder zu ihm. 
Eines Tages hörte Sheah, als er mal wieder durch den Wald streifte, ein zartes Klingen. Es hörte sich an, wie das Klingen vieler kleiner Glöckchen. Verwundert ob diesem Geräusch, schlich er vorsichtig zwischen den großen Bäumen hindurch, immer dem Klang folgend. Auf einer kleinen Lichtung, hell erstrahlt vom einfallenden Sonnenschein, fand er eine kleine Gestalt am Boden liegen. Vorsichtig näherte er sich, denn er hatte Angst, das kleine Wesen zu erschrecken. Doch es regte und rührte sich nicht. Mitleidvoll hob er das winzige Etwas auf und betrachtete es erstaunt, dabei bemerkte er, dass das Klingeln immer leiser wurde. Sheah hatte so etwas wunderschönes und zartgliedriges noch nie gesehen. Ohne dass er wusste woher, war im sofort klar, dass er eine Elfe in den Händen geborgen hatte. Traurig sah er, dass die kleine Elfe am Rande ihrer Kräfte war, und ihre Lebensgeister verloschen. Verzweifelt überlegte er, wie er ihr helfen könne. Dabei stiegen ihm Tränen in die Augen und rannen unbemerkt über sein Gesicht. Eine davon fiel auf die kleine Elfe und benetzte sie ganz. Da schlug die Elfe die Augen auf und schaute mit ihren strahlend hellen Augen in sein Gesicht. Verwundert schaute sie Sheah an und ein leises Lächeln erschien auf ihren Lippen: "Danke dir mein Freund" wisperte sie leise und es klang wie ein liebliches Geläut. "Nur jemand, der reinen Herzens ist und aufrichtige Trauer empfinden kann wie du, war in der Lage mich noch zu retten." "Wie das?" fragte Sheah erstaunt. "Was ist nur mit dir geschehen, dass du am verlöschen warst?" "Verlöschen ist das richtige Wort." antwortete die Elfe mit einem traurigem Läuten. "Es gibt kaum noch Menschen auf der Welt, die an uns glauben. Und so verschwinden wir langsam im Land der Vergessenheit! Ich bin eine der letzten Elfen auf dieser Welt und hätte fast das traurige Schicksal aller anderen geteilt. Aber dein aufrichtiger Kummer hat mich für eine Weile zurückgeholt. Sei aufrichtig bedankt dafür! Weißt du, dass, wer einer Elfe hilft, einen Wunsch frei hat? Egal was es auch sei?" "Nein" antwortete Sheah. "Aber das ist auch nicht wichtig für mich. Ich bin schon dadurch belohnt, dass es dir wieder besser geht! Außerdem habe ich eigentlich gar keine Wünsche und bin sehr mit allem zufrieden, so wie es ist. Was sollte ich mir wünschen, was ich nicht schon habe?" Sehr erstaunt musterte die Elfe ihn eine Weile und setzte sich währenddessen gemütlich in seiner Hand hin. Prüfend schaute sie ihm in die Augen und erkannte, dass er die Wahrheit sagte. Erfreut ob seines aufrichtigen Wesens sprach sie: "Das mag sein, aber trotzdem hast du einen Wunsch zur Verfügung. Überlege dir gut, was ich dir erfüllen soll! Denn du kannst nur einen Wunsch äußern und was immer es sei, es wird erfüllt." Lange schaute Sheah versonnen in die Ferne und vergaß dabei fast die kleine Elfe in seiner Hand. Die ruhte sich derweilen wohl geborgen bei ihm aus und wartete voller Spannung auf seinen Wunsch. Als sie es schon fast nicht mehr aushielt, kehrte Sheah aus seinen Tagträumen zurück und lächelte die Elfe liebevoll an. "Ich habe nur einen Wunsch" vertraute er dem kleinen Wesen an. "Ich möchte, dass die Menschen wieder an euch glauben und ihr aus eurem tristen Exil zu uns zurückkehrt, damit der Zauber eurer Anwesenheit unser Leben wieder mit eurem hellen Klingen verschönt." Zuerst einmal war die Elfe sprachlos und bis ins tiefste Herz gerührt, ob der Selbstlosigkeit und Schönheit seines Wunsches. Doch dann seufzte sie tief auf und sagte traurig: "Ach hättest du dir doch nur etwas anderes von mir gewünscht. Etwas, was ich leichten Herzens hätte erfüllen können und das dich glücklich gemacht hätte! Dein Wunsch ist fast unerfüllbar und bringt sehr große Mühsal für dich mit. Denn nicht ich selbst kann ihn dir erfüllen. Das kannst nur du selber. Denn nun wirst du die Menschen an uns erinnern und sie wieder dazu bringen müssen, an uns zu glauben. Du hast keine Vorstellung davon, wie schwer es ist, jemanden dazu zu bewegen, sich an etwas zu erinnern, das er gerne vergessen hat. So schicke ich dich denn nun in die Welt, dir deinen Traum zu erfüllen und alles was dir etwas bedeutet zu verlassen. Als einzige Hilfe kann ich dir nur meine Liebe mitgeben. Auf dass sie dich begleite und stärke auf all deinen Wegen!" Zärtlich strich sie ihm über sein Haupt und hauchte einen zarten Kuss auf seine Lippen und schenkte ihm so einen Teil ihres Herzens, auf dass er nie einsam sei auf seinen Wegen. Sheah dachte eine Weile über das Gehörte nach und sagte dann zu der Elfe: "So sei es denn. Hab Dank für deine liebevolle Gabe. Sie alleine ist schon all die Mühe wert, die mich vielleicht erwartet. Aber ich bin guten Mutes, denn ich kann nicht glauben, dass die Menschen euch nicht wiederhaben wollen. Es mag sein, dass man euch vergessen hat, doch will ich einfach nicht glauben, dass das bewusst geschehen ist. In der Mühe des Alltags geschieht es nur allzu oft, dass man keine Zeit für Träume und Märchen hat. Man muss sie bestimmt nur daran erinnern, dass es noch mehr gibt im Leben, als die Jagd nach materiellen Dingen." Nachdem er sich noch einmal sehr liebevoll von der kleinen Elfe verabschiedet hatte, machte er sich voller Eifer auf den Weg. Die Elfe schaute ihm schweren Herzens nach, kannte sie doch die Kälte und den Egoismus in den Herzen vieler Menschen nur allzu gut. 
Sheah wanderte durch die ganze Welt, kein Ort an dem er nicht verweilte und versuchte, die Menschen zum Träumen zu bewegen. Doch kaum einer wollte sich die Zeit nehmen, ihm zu zuhören! Immer musste er sie erst durch große Mühen dazu bewegen, ihm etwas ihrer Zeit zu schenken. Er verrichtete die unmöglichsten Aufgaben und verlangte als Lohn nur etwas ihrer, ach so kostbaren, Zeit. Auf diesen Handel ließen sich die meisten Menschen ein, dachten sie doch: "Du dummer Träumer, wenn du es nicht anders haben willst. Hauptsache, wir haben dabei unseren Vorteil! Schau du doch, wo du bleibst." Doch dabei geschah es immer wieder, dass sich in den Augen einiger das Leuchten der Träume entzündete und ihr Blick weit wegzog, in ein Land voller Märchen, das ihnen plötzlich wieder bewusst wurde. Diese wenigen ließen Sheah immer wieder aufs Neue hoffen und seinen Weg fortsetzen, immer auf der Suche. Hätte er nicht die Liebe der Elfe in seinem Herzen getragen, er wäre bestimmt schon oft verzweifelt. Oft war er zum umfallen müde und erschöpft und schleppte sich nur noch weiter. Doch der Gedanke an seine Elfe ließ ihn einfach weitermachen, denn seine Liebe zu diesem Geschöpf war mittlerweile grenzenlos und er hatte immer das Gefühl, sie begleite und stärke ihn auf seiner Reise. Auch tat es ihm immer wieder gut, dass er hier und dort doch Menschen zum Träumen bewegen konnte. Nur leider nicht so viele, wie er es sich mal erträumt hatte. Aber der aufrichtige Dank dieser Menschen begleitete ihn auf all seinen Wegen und viele der Elfen kehrten mit ihrem frohen Klang in unsere Welt zurück und verzauberten sie mit ihren farbenfrohen Traumbildern. 
Irgendwann war Sheah am Ende aller seiner Kräfte angelangt, und er wünschte sich nichts sehnlicher, als seine Elfe noch einmal zu sehen. Viele, ach zu viele Jahre waren vergangen, seit er sie verlassen hatte, auf dem Weg, seinen Wunsch zu erfüllen. Doch er hatte keine Kraft mehr sich auf den Weg zu ihr zu machen. Erschöpft ließ er sich am Rande eines Waldes nieder und wünschte sie, mit der ganzen Kraft seines Herzens, noch einmal zu sehen. Da erschien zwischen den Bäumen ein helles Leuchten und er meinte ihr frohes Klingen zu hören. Sein Herz setzte fast aus vor Freude, als er ihre strahlenden Augen liebevoll auf sich gerichtet sah, und er vergaß seine ganze Müdigkeit!
"Na, mein Wanderer der Träume? Hast du dein Ziel erreicht und ist dein Wunsch erfüllt?" fragte ihn die Elfe. "Ach" seufzte Sheah. "Nein, ich wollte noch so vielen Menschen Träume schenken und spüre, dass meine Zeit nicht ausreicht!" Versonnen schaute ihn die Elfe an "Du bist also der Meinung, dass dein Wunsch noch nicht erfüllt ist?" "Ja und Nein." erwiderte Shean. "Ich habe einiges davon erfüllen können, aber mein ganz großer Traum hat sich nicht erfüllt. Und nun bin ich so müde, dass ich nicht mehr kann und auch keine Kraft mehr habe dafür. Tut mir sehr leid, liebe Elfe. Ich glaube ich habe am Ende doch versagt!" Entrüstet schaute ihn die Elfe an und sagte: "Warum schätzt du dich selbst so niedrig ein? Du hast in der dir zur Verfügung stehenden Zeit Wunder vollbracht! Es gibt wieder Träumer in dieser Welt. Und auch sie werden, so wie du, wieder neue Träumer finden. Du hast die Saat gelegt. Nun lass sie aufgehen und gedeihen. Doch da ich sehe, dass du nicht zufrieden mit dir bist, will ich dir die Möglichkeit schenken, deinen Traum zu erfüllen!"
Sie hüllte Sheah in ein gleißendes Licht und verwandelte ihn in einen strahlend bunten Regenbogen, auf dass er die Brücke bilde, zwischen der Düsternis des Regens und dem strahlendem Licht der Sonne und so allen Menschen ein Zeichen sei.
Sie sprach dabei mit einem wehmütigen Lächeln: "So werde also zum Traum der Menschen, auf dass sie, immer wenn sie dich sehen, die Nähe deiner Träume verspüren. 
Ich schenke dir 
die Farbe Rot, für deine Wärme, die Liebe in deinen Träumen,
das Gelb, für deine Freude, das Licht und die Fröhlichkeit, 
ein helles Grün, für deine Wünsche und Hoffnungen, die alle in Erfüllung gehen mögen, 
und dann noch ein wunderschönes Blau, für die Tiefe Deiner Seele." 
Dann verschwand die Elfe mit einem leisen Klingen wieder im Reich der Träume.... 
Schön, ich sehe das Licht meines Traumes in deinen Augen, Wanderer und spüre die Wärme der Flamme, die ich in dir entzündet habe. Solange es Menschen wie dich und mich gibt, die Sheah und seine Träume, die er uns von dort oben schickt, annehmen, wird die Magie seiner Träume in uns fortleben und seinen sehnlichsten Wunsch zur Erfüllung bringen. Nun verstehst du auch den Zauber, den ich immer verspüre, wenn ich einen Regenbogen sehe und der mir mein Herz erwärmt. Nimm dieses Märchen mit auf deinem weiteren Weg, Wanderer, und lasse es weiterwirken in allen, denen du begegnest. Denke an Sheah und seinen Wunsch. Möge er bald in Erfüllung gehen.......... 

(Author unknown)

 

 

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Last modified: 24. Feb 2004 · 21:08:43

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